WGS-Burgdorf e.V. | Verkehrschaos in der Südstadt?
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Verkehrschaos in der Südstadt?

WGS will Berliner Ring und Kreuzung Ostlandring-Immenser Landsstr.-Berliner Ring entlasten

„Vor der BBS droht der Verkehrsinfarkt“ titelte kürzlich der Anzeiger. Der Ausbau der BBS und die Verlagerung der Realschule ins Schulzentrum, haben die Verkehrssituation auf dem Berliner Ring dramatisch verschärft. Lange Staus in den Morgenstunden, insbesondere auf der Kreuzung Ostlandring-Immenser Landstr.-Berliner Ring, sind die Regel. Berufs- und Schulverkehr sind die Leidtragenden. Schüler und Lehrer, die den Parkplatz der BBS am Berliner Ring nutzen, erreichen verspätet ihre Klassen. Berufstätige müssen sich früher auf den Weg machen. Trotzt Vorrangschaltung für den ÖPNV stehen auch die Busse im Stau und erreichen verspätet den Bahnhof.

Die geplante Bebauung des Geländes der Gudrun Pausewang Schule, u.a. mit einem Lebensmittelmarkt und Wohnungen, die zunehmenden Schülerzahlen, werden die Situation in den nächsten Jahren noch verschärfen.

Die bisher geplanten Linksabbiegespuren an der Kreuzung hält die WGS nicht für ausreichend. Sie fordert den Bau einer verkehrlichen Anbindung des Berliner Ringes an die Steinwedeler Str. über die Scharlemannstr. und die Anlage eines Kreisverkehres auf der Kreuzung.

 

Die WGS-Fraktion im Burgdorfer Rat hat den nachstehenden Antrag für die Ratssitzung am 26.10. 2017 eingebracht:

 

Antrag der WGS-Fraktion gemäß § 6 der Geschäftsordnung des Rates zur Behandlung im zuständigen Ausschuss

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die WGS-Fraktion beantragt bei der Entscheidung über die Gestaltung der Kreuzung „Berliner Ring – Ostlandring –  Immenser Landstraße“ auch die Möglichkeit einer Entlastung des Berliner Ringes und der genannten Kreuzung durch eine Anbindung der Scharlemannstraße an die Steinwedeler Straße zu prüfen.

Durch die Übernahme der Fahrzeugtechniker aus Hannover haben die Berufsbildenden Schulen seit August 600 zusätzliche Schüler in der Ausbildung. Die Fahrzeugtechniker kommen aus der gesamten Region, sind älter und in der Regel motorisiert.

Eine Verbindung aus dem Bereich Lehrte / Steinwedel über die Scharlemannstraße mit Parkplätzen im Bereich der BBS-Sporthalle und der Sportplätze für Lehrer und Schüler der BBS und des Gymnasiums entzerrt den Verkehr am Berliner Ring. Außerdem wird der Kreuzungsbereich von Bewohnern der Südstadt entlastet, die über diese Verbindung in Richtung Lehrte fahren oder aus dieser Richtung kommen.

Die WGS-Fraktion setzt sich für eine Kreisellösung im Bereich der Kreuzung „Berliner Ring – Ostlandring –  Immenser Landstraße“ ein.

 

 

 

Vorteile des Kreisverkehrs

  • Statistisch gesehen zeichnen sich Kreisverkehre durch eine höhere Verkehrssicherheit Sie sind in der Regel übersichtlich und die gefahrenen Geschwindigkeiten sind niedriger. Unfälle verlaufen daher meist glimpflicher.
  • Da der Verkehr nicht gestoppt werden muss, ist die Durchlassgeschwindigkeit höher,h. mehr Fahrzeuge können den Verkehrsknotenpunkt pro Zeiteinheit passieren.
  • Aus dem gleichen Grund sinkt die Umwelt- und Lärmbelastung, weil unnötiges Warten und Anfahren entfällt.
  • Ein Kreisverkehr kann prinzipiell jede erdenkliche Kreuzung auch mit mehreren Straßen abbilden, ohne dass aufwendige und komplexe Steuerungstechnik notwendig wäre. Die Anzahl der sich kreuzenden Straßen bestimmt allerdings die Größe des Kreisels.
  • Ist der Kreisverkehr richtig dimensioniert, lässt sich auch hohes Verkehrsaufkommen bei minimaler Stauentwicklung
  • Kreisverkehre bieten außerdem Vorteile in ihren Wartungskosten und sind bei ausreichender Größe auch für den Schwerverkehr geeignet. So können Kreisverkehre von Schwertransporten ohne Behinderungen auch für Wendemanöver genutzt werden, die an Ampelkreuzungen nicht möglich sind.

In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 1. Juni 2017 kommt der Sachverständige, Herr Zacharias, zu der Erkenntnis, dass es bei den ermittelten Zählwerten auch Schwankungen gibt. Damit bestätigt er das Wissen der WGS um erhebliche Schwankungen z.B. in den Ferien und an den Wochenenden. Nimmt man noch die Feiertage dazu, so dürfte es absolut unbestritten sein, dass an den schulfreien Tagen der Kreisel die bessere Lösung ist. Die Zweifel der Sachverständigen über die Leistungsfähigkeit eines Kreisels dürften sich daher lediglich auf eine Stunde pro Tag an maximal 200 Tagen im Jahr beziehen!!!

Durch die von der WGS beantragte Untersuchung zur Anbindung der Scharlemann-straße an die Steinwedeler Straße wird die Kreuzung ebenso entlastet, wie durch die verkehrliche Erschließung der Gudrun-Pausewang-Grundschule z.B. über den Rubensplatz oder die Wagnerstraße.

Verkehrliche „Überlastungen“ im Bereich eines Kreisels können daher ev. nur in den Zeiten des Unterrichtsbeginns und in der Mittagszeit auftreten. Also geschätzt höchstens 1 Stunde am Tag und das auch nur an geschätzten 200 Tagen im Jahr. Setzen wir also diese Zeiten pro Stunde ins Verhältnis, so ist eine Kreisellösung unbestritten die bessere Lösung .

 

 

 

Antrag der WGS-Fraktion:  Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Möglichkeit der Anbindung der Scharlemannstraße an die Steinwedeler Straße zu prüfen und mit der Region Hannover abzustimmen.

 

 U. Schulz, WGS-Fraktion

Die detaillierten Lagepläne zum Antrag sind hier nicht abgebildet. Interessenten stellen wir sie jedoch gerne zur Verfügung. Den vollständigen Antrag können Sie im Bürgerinfoportal einsehen. Antrag 2017 0381

 

Text:Kurt-Ulrich Schultz/Günther Diercks

Fotos: Kurt-Ulrich Schultz

 

Bilder zur Erläuterung des Antrages

1   Blick von der BBS-Sporthalle zur Scharlemannstrasse

2  freie Acker- und Grünflächen im Bereich vor der BBS-Sporthalle

3  Die Rasenfläche vor der BBS-Sporthalle ist optimal für einen provisorischen Sportplatz geeignet

4  Zufahrt von der BBS-Sporthalle zur BBS-Rückseite

5  Hinter der BBS liegen rund 100 neue Parkplätze für das Kollegium. Diese Parkplätze können derzeit nur über den Berliner Ring und die Scharlemannstrasse angefahren werden.

6  Blick auf das rückwärtige Schulgelände der BBS aus Sicht des Tores. Hier ist auch noch genügend Platz für Parkplätze mit der Befestigung „Schotterrasen“!