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Mehr Sicherheit für Fahradfahrer - WGS-Burgdorf e.V.
Andreas Probst, Vater von vier Kindern, hat aufgrund aktueller Vorkommnisse, Ideen zur Verbesserung der Sicherheit für Radfahrer entwickelt.
Burgdorf, Fahradfahrer, Andreas Probst
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Mehr Sicherheit für Fahradfahrer

Der Tod einer jungen Schülerin an der Kreuzung: Vor dem Celler/Gartenstr. hat vor einigen Wochen in Burgdorf hohe Wellen geschlagen. Ein LKW-Fahrer hat die vorfahrtberechtigte Radfahrerin übersehen und zu Tode geschleift. Auf der einen Seite Trauer und Entsetzen, auf der anderen Seite von Polizei und Stadtverwaltung, abwiegeln: kein Unfallschwerpunkt bzw. alle gesetzlichen Vorgaben sind eingehalten. Ähnliche Unfälle mit tödlichem Ausgang sind auch in Lehrte und Hannover passiert.

Während die Stadtverwaltung noch auf ein Gutachten zur Unfallursache wartet, hat der Burgdorfer Andreas Probst, Vater von 4 schulpflichtigen Kindern, Vorschläge zur Verbesserung der Situation an der Unfallkreuzung gemacht. Diese Vorschläge stellen wir nachstehend zur Diskussion.

Obwohl die Stadt Burgdorf in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer durchgeführt hat, wird die Situation von den Verkehrsteilnehmern an vielen Kreuzungen als ungenügend wahrgenommen. Eine Gefahrenquelle stellt der „Tote Winkel“ großer Fahrzeuge insbesondere von LKWs und
Bussen dar. Der Einsatz zusätzlicher Spiegel und Assistenzsysteme bei schweren LKW wird in den kommenden Jahren die Sicherheit erhöhen. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass diese Systeme erst in etlichen Jahren bei allen Fahrzeugen vorhanden sein werden.


Der Tote Winkel
Der nicht einsehbare Bereich („Toter Winkel“) erstreckt sich bei großen Fahrzeugen nicht nur auf den Bereich hinter der Führerkabine, vielmehr ist ein 2-3m breiter Streifen direkt vor und rechts neben dem Fahrzeug nicht einzusehen.
Der ADFC Hamburg empfiehlt daher, die Haltelinien für Radfahrer 5m vor die Haltelinie für Kraftfahrzeuge zu platzieren. In Burgdorf wird diese Empfehlung bei mehreren Kreuzungen nicht eingehalten. Exemplarisch
skizziere ich hier die Situation an der Kreuzung „Vor dem Celler Tor“ / „Gartenstraße“.


Ein Beispiel: Die Kreuzung Celler Tor / Gartenstraße
Derzeitige Situation

Zurzeit gibt es auf der Straße „Vor dem Celler Tor“ stadtauswärts einen Radweg mit eigener Verkehrsführung (1). Die Radfahrer haben eine eigene Ampel und bekommen kurz vor dem motorisierten Verkehr grün.
Stadteinwärts sowie in den beiden Seitenstraßen „Am langen Mühlenfeld“ und „Gartenstraße“ gibt es vor der Kreuzung Schutzstreifen für Radfahrer (2) sowie jeweils einen nur etwa 2-3m langen, rot markierten Wartebereich (3).



Auf der Straße „Vor dem Celler Tor“ stadteinwärts nur ein ca. 2m breiter Wartebereich vor den Fahrzeugen. Da geradeaus fahrende Radfahrer für gewöhnlich am rechten Fahrbahnrand warten, werden sie durch den geringen Abstand der beiden Wartelinien unmittelbar im toten Winkel platziert. Darüber hinaus wird der Wartebereich für Radfahrer von vielen
Fahrzeugführern nicht als solcher wahr genommen und die Fahrzeuge halten auf der rot eingefärbten Fläche.
Auf den Straßen „Im langen Mühlenfeld“ und „Gartenstraße“ ist die Situation ähnlich.

Vorschlag 1: Verlegung der Haltelinie



Der Abstand der Haltelinien wird auf mindestens 5m vergrößert und der Wartebereich für Radfahrer verkleinert. Dadurch warten die Radfahrer nicht mehr im toten Winkel und die Haltelinie für Kraftfahrzeuge wird optisch betont. Ferner wird der Schutzstreifen für Radfahrer bereits ca. 5m vor dem Wartebereich rot eingefärbt um zu verdeutlichen, dass der
Schutzstreifen nicht durch KfZ zu befahren ist. Mit diesem Vorschlag kann nicht nur in der Straße „Vor dem Celler Tor“ (stadteinwärts) sondern auch „Im langen Mühlenfeld“ und in der Gartenstraße die Sicherheit für Radfahrer erhöht werden.
Die in der Straße verlegten Induktionsschleifen müssen in den Straßen „Vor dem Celler Tor“ und „Gartenstraße“ nicht verlegt werden, vor der Ampel ist ausreichen Platz für die Erweiterung vorhanden, siehe Abbildung. Auf der Seitenstraße „Im langen Mühlenfeld“ ist der Abstand zur Fußgängerfurt relativ gering, sodass hier die Haltelinie für Autofahrer nach hinten gezogen werden muss um den Vorschlag umzusetzen. Augenscheinlich ist dies jedoch auch ohne Verlegung der Kontaktschleife möglich.


Die Kreuzung nach einem Umbau wie in Vorschlag 1 beschrieben

Vorschlag 2: Vergrößerung des Wartebereichs

Der Wartebereich bleibt auf voller Breite erhalten, wird jedoch auf mindestens 5 Meter Länge vergrößert. Im Vergleich zu Vorschlag 1 entfällt die Betonung der Haltelinie für PKW, das Linksabbiegen für Radfahrer wird jedoch unterstützt erleichtert. Ferner wird analog Vorschlag 1 der Schutzstreifen für Radfahrer bereits ca. 5m vor dem Wartebereich rot eingefärbt um zu verdeutlichen, dass der Schutzstreifen nicht durch Kfz zu
befahren ist. Bei dieser Variante ist zu prüfen, ob eine Realisierung ohne Verlegung der Induktionsschleifen möglich ist oder wartende Radfahrer möglicherweise durch aus der Gartenstraße kommende Linksabbieger gefährdet werden könnten. Gleiches gilt analog für die Gartenstraße
sowie „Im langen Mühlenfeld“


Die Kreuzung nach einem Umbau, wie in Vorschlag 2 beschrieben

Zusammenfassung
Eine Umsetzung eines der beiden hier unterbreiteten Vorschläge ist für die beschriebene Kreuzung ohne großen Aufwand möglich und sollte umgesetzt werden. Darüber hinaus sollte bei Umbauten großzügiger Abstand zwischen den Haltelinien eingeplant werden.

Information der Stadt Burgdorf:

Die Kreuzung „Vor dem Celler Tor/Gartenstr.“ liegt sowohl im Zuständigkeitsbereich der Niedersächsischen Landesbehörde für Strassenbau und Verkehr (L412) als auch der Region Hannover (K121). Die og. Vorschläge sind den zuständigen Institutionen zugeleitet worden.

Zur Person Andreas Probst

Andreas Probst, IT-Berater, 48 Jahre alt, verheiratet, 4 Kinder (8-18 Jahre alt). Seit Anfang 2005 wohne ich in Burgdorf, seit Ende 2013 in der Südstadt.Es gefällt mir, dass in Burgdorf immer etwas los ist – der Slogan „hier findet wirklich Leben statt“ hat wirklich seine Berechtigung. In den letzten Jahren konnte ich außerdem die große Hilfsbereitschaft der Burgdorfer erlegen: Wenn plötzlich eine Familie in Not geriet war schnell jemand zur Stelle und hat Geld oder Kleidung gesammelt oder eine große Typisierungs-Aktion gestartet